Teuven und Das Voergebiet

Das Voergebiet (Provinz Limburg) besteht aus sechs kleinen Dörfern (von West nach Ost: Moelingen, 's-Gravenvoeren, Sint-Martens-Voeren, Sint-Pieters-Voeren, Teuven und Remersdaal, die südlich von Limburg gegen die belgisch-niederländische Grenze liegen.

Mit Fug und Recht kann man noch von einer friedlichen, urwüchsigen, natürlichen Lebensumgebung sprechen. Die Luft ist dort sauber und nirgendwo wird der Horizont durch rauchende Fabrikschlote oder Appartementhäuser verschandelt. Und dazu ist es noch ein wahres Paradies für Spaziergänger, Wanderer oder Radfahrer.

Alles befindet sich in Harmonie mit der Natur und der Landschaft. Mit seinen romantischen Dorfkernen, in denen die Kirche noch immer in der Mitte steht, mit der Aufeinanderfolge von kleinen Kapellen und Feldkreuzen, alten Höfen, typischen Fachwerkhäusern mit Mauern aus Silex (Feuerstein), Schlössern mit den dazugehörigen Domänen, Laubwäldern, Hochstamm-Obstbaumgärten, Weißdornhecken und mit seinen unvergesslichen Panoramen übt das Gebiet zu jeder Jahreszeit eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf den Besucher aus.

Teuven liegt in einer herrlich welligen Landschaft, umringt von ausgedehnten Wäldern. Die neugotische 'Sint-Pieterskerk' (St.-Petrus-Kirche) aus 1870 erhebt sich auffallend hoch über den Rest des Dorfes. Teuven besitzt zwei Schlösser: Zunächst 'De Hoof', einst der Wohnsitz der örtlichen Herren. Nach dem Ankauf durch die Flämische Gemeinschaft in 1985 wurde es privat wieder eingerichtet und wird nun als Hotel-Restaurant betrieben. Die ehemalige Abtei von 'Sinnich' ist seit der Französischen Revolution Privatbesitz. Ab ungefähr 1250 wohnten hier die Augustinerinnen in einer Abtei, die von 'Kloosterrade' ('Rolduc') - jetzt Niederländisch-Limburg - aus gegründet wurde. Nur Töchter adeligen Blutes wurden zur Gemeinschaft von 'Sinnich' zugelassen. An die Anfangsjahre erinnert noch der romanische Turm aus dem 13. Jahrhundert, in Naturstein. Der Turm und die vom Aachener Architekten Couven entworfene Fassade (1750) sind von der Straße aus (wenn auch mit einiger Mühe) zu sehen. Ebenso wie die anderen Schlösser von Voeren ist auch dieses nicht öffentlich zugänglich.